Etwa 60 Projekte für Kirchhorst geplant

Presse: „Etwa 60 Projekte für Kirchhorst geplant“ – Marktspiegel- Dana Noll – 03.04.2019

Ergebnisse von „Kirchhorst 2040“ wurden vorgestellt

VON DANA NOLL

„Etwa 60 Projekte für Kirchhorst geplant“ – Marktspiegel – Dana Noll – 03.04.2019

Abschluss- und Auftaktveranstaltung zum Projekt „Kirchhorst 2040“

Bild: Abschluss- und Auftaktveranstaltung zum Projekt „Kirchhorst 2040″am 22.03.2019 (Foto: Dr. Andreas Glombik)

Bericht: „Abschluss- und Auftaktveranstaltung zum Projekt „Kirchhorst 2040““ am 22.3.2019“  – 22.03.2019

Es ist ein Großprojekt, das knapp eineinhalb Jahre Planung gebraucht hat, aber für mehr als 20 Jahre Bedeutung haben soll: Der Dorfentwicklungsplan Kirchhorst 2040.

Ganz viele interessierte Kirchhorster haben in den letzten eineinhalb Jahren in Arbeitskreisen gemeinsam mit einem Planungsbüro die Ziele und Projekte für die Zukunft des Dorfes formuliert. 60 Ergebnisse stehen am Ende fest und sollen jetzt als Grundlage für die Entwicklung der nächsten 20 Jahren dienen.

Gut einhundertzwanzig Kirchhorster sind der Einladung von Koordinierungskreis, Politik und  Gemeindeverwaltung in die Schulsporthalle gefolgt um die bisherigen Ergebnisse der entwickelten Ziele und Projekte zu erfahren und für sich für eine künftige weitere Mitarbeit zu orientieren.

Die Antragsintention auf Fortschreibung der Dorfentwicklungsplanung aus dem Jahre 1983 durch Ortsbürgermeister Herbert Löffler verfolgt das Ziel – losgelöst von parteilichen Interessen – alle Kirchhorster einzubeziehen und eine auf Bürgermeinung basierte Orientierungsgrundlage für die nächsten Jahre für die Gemeinde- und Ortspolitik zu schaffen.

Als Bürgermeister der Gemeinde Isernhagen begrüßte Herr Arpad Bogya alle Anwesenden und wies auf die Bedeutung des Ortsentwicklungskonzeptes für den Ortsteil Kirchhorst hin.

„Während das in den 80er Jahren durchgeführte Ortsentwicklungsprojekt nahezu ausschließlich zwischen Rat, Verwaltung und Ortsrat kommuniziert wurde, steht jetzt im Mittelpunkt die transparente und aktive Bürgerbeteiligung“ war der Tenor seiner Begrüßung.

Ortsbürgermeister Herbert Löffler blickte auf die Entstehungsgeschichte der Dorfentwicklungsplanung für Kirchhorst zurück und verweist auf die Chancen im Umsetzungsprozess.

Er rief dazu auf, sich jetzt aktiv in den weiteren Umsetzungsprozess konstruktiv einzubringen. „Weder sollen bisherige richtungsweisende Grundsätze und Planungsabsichten neu diskutiert oder in Frage gestellt werden, noch sollten daraus parteipolitische Sonderprojekte entstehen. Es bleibt ein parteiübergreifendes Projekt für das ganze Dorf und es geht jetzt um die Ausgestaltung der einzelnen Ziele und Projekte.“

Das Büro für Stadtplanung (plan Hc), Herr Ivar Henckel, aus Bad gemeinsam mit dem Büro mensch und region, Herrn Wolfgang Kleine-Limberg, aus Hannover stellten die bisherigen Ergebnisse zur Dorfentwicklungsplanung “Kirchhorst 2040“ vor.

Ein besonderer Höhepunkt des Abends war die Vorstellung der Leitbilder und Teilprojekte aus und durch die Sprecher/innen der Arbeitskreise (AK).

Sandra Kath und Andreas Mark als Sprecher des AK-Infrastruktur und Mobilität, (Vertreter: Jan Kniese), Dr. Andreas Glombik und Vertreter Elke Dietterle für den AK-Soziales und kulturelles Leben, Dirk Kühlwetter und Stephan Töpfer für den AK-Bauliche Gestaltung und Siedlungsentwicklung, Angelika Gottschalk, (Vertreterin Karin Buddrus) für den AK-Demographie, Thomas Mazur, Vertreterin Sigrun Bilges für den AK-Ökologie und Freiraum sowie Jannis Rauhaus (AK-Jugend) und Jürgen Wendel für den AK-Senioren betonten übereinstimmend:

Einwohner von Kirchhorst, Politiker und Verwaltung müssen das Leitbild gemeinsam vorleben und umsetzen!“. „Mit der Dorfentwicklung ist ein wichtiger Baustein für die Zukunft gelegt. Nun liegt es in unserer Hand die Projekte mit Leben zu erfüllen und die Menschen in Kirchhorst auf diesem Weg mitzunehmen.“

Als Koordinierungskreis (KoKi) soll die Gruppe der Arbeitskreissprecher weiterhin für die Umsetzung aktiv und als Verbindungsstelle zum Ortsrat Kirchhorst tätig sein. In Zusammenarbeit mit dem Ortsrat Kirchhorst sollen Projekte initiiert und die erforderlichen Akteure (je nach Projekt bspw. ehrenamtliche „Projektpaten“ oder die Gemeindeverwaltung) gefunden bzw. beauftragt werden. Je nach Projekt ist der Antragsweg über die politischen Gremien erforderlich.

Einzelne Projekte sind bereits angelaufen:

  • Bolzplatz Moorstraße, sind Haushaltsmittel bereits bewilligt

  • Örtliche Bauvorschriften sind bereits vom Rat am 13.12.2018 beschlossen

  • Öffnung des Jugendraumes wird mit der Jugendpflege verhandelt

  • Projekt Sicherer Schulweg ist inzwischen vom Rat der Gemeinde Isernhagen am 28.3.2019 beschlossen

  • Neue Dorfmitte Kirchhorst, das Verfahren Freiraumfreigabe bei der Region läuft und für die Neugestaltung der Steller Straße sind für die Jahre 2020 bis 2023 insgesamt 2020 =1 Mio.; 2021 = 2 Mio. und 2022 = 2,8 Mio. im Haushalt eingestellt.

  • Zum Abschluss dankte Herbert Löffler dem bisherigen Projektbegleiter aus der Gemeindeverwaltung Herrn Dipl.-Ing. André Hillebrand sowie dem neuen Leiter der Planungsabteilung des Bau- und Planungsamtes der Gemeinde Isernhagen Herrn Georg Brand, welcher künftig als Ansprechpartner aus der Gemeindeverwaltung da sein wird.
  • Einen ganz besonderen Dank richtete der Ortsbürgermeister auch an die Organisatoren des Abends, welche die kulinarische Versorgung übernommen hatten. Der Stammtisch „Kunst, Kultur und Abenteuer“ sowie die Jugendfeuerwehr Kirchhorst-Stelle.

Abschlussveranstaltung der Dorfentwicklungsplanung „Kirchhorst 2040“ am 22.3.2019

Bild: Der Koordinierungskreis (v.l.n.r: Stephan Töpfer, Dr. Andreas Glombik, Sandra Kath, Angelika Gottschalk, Dirk Kühlwetter, Karin Buddrus, Andreas Mark, Elke Dietterle, Jürgen Wendel, (es fehlen: Thomas Mazur, Sigrun Bilges, Janis Rauhaus und Jan Kniese)) (Foto: Herbert Löffler)

Bericht: „Abschlussveranstaltung der Dorfentwicklungsplanung „Kirchhorst 2040“ am 22.3.2019“ – Ortsrat Kirchhorst – Herbert Löffler – 14.03.2019

Projekt jetzt online: Kirchhorst-2040.de

Der Rat der Gemeinde Isernhagen hat am 13.12.2018 den Ergebnisbericht der rund 11/2 jährigen Projektarbeit zustimmend zu Kenntnis genommen und beschlossen, den Bericht als Entscheidungs- und Handlungsgrundlage für die zukünftige Entwicklung der Ortschaft Kirchhorst zu verwenden.

Der Ortsrat Kirchhorst, der Koordinierungskreis Kirchhorst 2040 und die Gemeinde Isernhagen laden die Einwohnerinnen und Einwohner von Kirchhorst zur 2. Informationsveranstaltung der Dorfentwicklungsplanung „Kirchhorst 2040“ ein.

Am Freitag, den 22. März 2019 werden in der Sporthalle der Grundschule Kirchhorst (Pastorenweg 1, Kirchhorst) von 18:00 Uhr bis ca. 20:00 Uhr (Einlass ab 17.30 Uhr) die Ergebnisse des Dorfentwicklungsberichts in Form von Vorträgen und „Dialogen“ der Öffentlichkeit präsentiert. Für vertiefende Informationen zu ausgewählten Projekten und den Ergebnissen der Arbeitskreise findet ein „Projektmarkt“ statt, bei dem sich Jede und Jeder zum derzeitigen Stand und zu künftigen Mitmachmöglichkeiten informieren kann. Der Koordinierungskreis, die Politik und die Verwaltung, sowie das betreuende Planungsbüro stehen als Ansprechpartner zur Verfügung.  Und laden dazu ausdrücklich ein, sich an der Umsetzung der Projekte aktiv zu beteiligen.

 „Einwohner von Kirchhorst, Politiker und Verwaltung müssen das Leitbild der Dorfentwicklung gemeinsam vorleben und umsetzen!“ so Ortsbürgermeister Herbert Löffler.

Alle bisher am Dorfentwicklungsbericht Beteiligten, sind sich darin einig, dass die Auflistung der rund 60 erarbeiteten Projekte nicht als bereits festgelegte und starre Umsetzungsfolge zu betrachten ist. Sie stellt vielmehr eine vielfältige Auswahl dar, aus der, je nach Priorität, Umsetzbarkeit und notwendiger Umsetzungsdauer, geschöpft werden kann.

„Der ganze Bericht, und so auch die Liste der möglichen Projekte, ist ein „lebendiges“ Dokument. Dies bedeutet, dass die darin enthaltenen Ergebnisse fortlaufend aktualisiert und an sich verändernde Rahmenbedingungen angepasst werden können und sollen. So erfolgt auch eine Entscheidung darüber, welche Projekte zu Beginn und welche zu einem späteren Zeitpunkt angegangen werden, stets Schritt für Schritt“, so die übereinstimmende Meinung der Mitglieder des Koordinierungskreises.

Daher wird die Akteurs Zusammensetzung des Koordinierungskreises aufrechterhalten. In Zusammenarbeit mit dem Ortsrat Kirchhorst sollen die Projekte initiiert und die erforderlichen Akteure gefunden bzw. beauftragt werden.

Mitmachen lohnt sich! Die Teilnahme aller Kirchhorster ist erwünscht!

Unser Kirchhorst verändert sich ständig. Sicher, die Zukunft ist schwer vorher bestimmbar, aber mit dem inzwischen abgeschlossenen Dorfentwicklungsbericht „Kirchhorst 2040“ wurde in Zusammenarbeit vieler Bürgerinnen und Bürger ein Meilenstein geschaffen, um die künftige Entwicklung stärker zu steuern, so Andreas Mark und Dr. Andreas Glombik.

Mit freundlichem Gruß

Herbert Löffler
(Ortsbürgermeister Kirchhorst)

 

Kirchhorst 2040 geht online

Presse: „Kirchhorst 2040 geht online“ – HAZ – car – 15.03.2019

Ergebnisse werden am 22. März vorgestellt

Kirchhorst. Es ist ein Großprojekt, das knapp eineinhalb Jahre Planung gebraucht hat, aber für mehr als 20 Jahre Bedeutung haben soll: der Dorfentwicklungsplan Kirchhorst 2040.
Koordinierungskreis, Politiker, Gemeindeverwaltung und zig interessierte Kirchhorster haben in Arbeitskreisen gemeinsam mit einem Planungsbüro die Ziele und Projekte für die Zukunft des Dorfes formuliert. 60 Ergebnisse standen am Ende fest – und sollen jetzt als Grundlage für die Entwicklung der nächsten 20 Jahren dienen. „Die Liste ist ein lebendiges Dokument, sie stellt eine vielfältige Auswahl dar, aus der, je nach Priorität, Umsetzbarkeit und notwendiger Umsetzungsdauer, geschöpft werden kann“, sagt Ortsbürgermeister Herbert Löffler. Alle Details zum Dorfentwicklungsplan gibt es jetzt auch online auf www.kirchhorst-2040.de. Alle Kirchhorster und weitere Interessierte sind zudem für Freitag, 22. März, um 18 Uhr zur großen Abschlussveranstaltung eingeladen. In der Turnhalle der Grundschule Kirchhorst am Pastorenweg sollen die Ergebnisse des Dorfentwicklungsplans noch einmal vorgestellt werden – in Form von Vorträgen und spielerischen Einlagen, wie die Gemeinde es beschreibt. Für Details zu ausgewählten Projekten und den Arbeitskreisen öffnet ein Projektmarkt, bei dem sich jeder zum derzeitigen Stand und zu künftigen Mitmachmöglichkeiten informieren kann. Einlass ist ab 17.30 Uhr. car

„Kirchhorst 2040 geht online“ – HAZ – car – 15.03.2019

Kirchhorster Bürger planen ihre Zukunft

Presse: „Kirchhorster Bürger planen ihre Zukunft“ –  HAZ – wal – 27.09.2017

Es ist ein historisches Dokument, das Ortsbürgermeister Herbert Löffler da in seinen Händen hält: Schon einmal Anfang der Achtzigerjahre hatten sich die Kirchhorster grundsätzliche Gedanken gemacht, wo es hingehen sollte mit dem damaligen 1800-Seelen-Ort. Die Ergebnisse der Überlegungen wurden im Juli 1983 als „Dorfentwicklungsplan Kirchhorst“ gedruckt – und waren beileibe keine Arbeit für die Schublade. Denn auch die ersten Gedanken für die Ausweisung des Gewerbegebiets Erdbeerfeld und die Neubaugebiete entlang der Straßen Im Maisfeld und Glockenheide fanden sich im Plan. 34 Jahre später sind die nun fast doppelt so vielen Kirchhorster wieder aufgerufen, gemeinsam Ideen zu sammeln, Projekte zu benennen und Entwicklungsziele für ihren Ort zu definieren.

Wie soll sich Kirchhorst in den nächsten 20 Jahren verändern, um lebensund liebenswert zu bleiben? Die neue Dorfentwicklungsplanung beginnt mit einer moderierten Auftaktveranstaltung am Freitag, 29. September, von 17 bis 21 Uhr in der Sporthalle der Grundschule. Und dafür hoffen Ortsrat und Gemeinde auf möglichst viele Kirchhorster, die sich für die Zukunft ihres Ortes engagieren wollen.

VON WAL

„Kirchhorster Bürger planen ihre Zukunft“ –  HAZ – wal – 27.09.2017

Ziel ist das Kirchhorst von übermorgen

Presse: „Ziel ist das Kirchhorst von übermorgen“ –  HAZ – Elena Everding – 12.09.2017

Einwohnerversammlung zum Dorfentwicklungsplan / Realisierung von Dorfplatzprojekt ist ungewissEinwohnerversammlung zum Dorfentwicklungsplan / Realisierung von Dorfplatzprojekt ist ungewiss

Kirchhorst. Die Kirchhorster sind eingeladen, bei einer Einwohnerversammlung ihre Wünsche und Ideen für ihr Dorf mitzuteilen. Das Treffen am Freitag, 29. September, 17 Uhr in der Schulturnhalle, Pastorenweg 1, ist Auftakt des Verfahrens zum Dorfentwicklungsplan Kirchhorst 2040, an dem die Bürger mitwirken sollen. Teil des Plans ist auch das Projekt Dorfplatz. Kirchhorsts Ortsbürgermeister Herbert Löffler (SPD) hat sich lange für einen neuen Dorfentwicklungsplan eingesetzt, der eine Art Leitbild für die nächsten 20 Jahre werden soll. „Wir wollen die Kirchhorster jetzt befragen und einbeziehen, wenn es um ihre Vorstellungen für das Dorf in der Zukunft geht“, sagt er.
Nachdem Orts- und Gemeinderat das Vorhaben beschlossen haben, wollen sie bei der Veranstaltung die Einwohner über die Ziele des Verfahrens beziehungsweise der Entwicklungsplanung informieren. Dann soll ein aktuelles Meinungsbild der Bürger über ihr Dorf entstehen: Was sind die Stärken, was die Schwächen? Wo liegen Chancen und wo Risiken? Der Ortsbürgermeister erhofft sich viel Interesse und Beteiligung.

Fördergeld ist das ziel
Bereits 1983 stellten Gemeinde und Ortsrat für Kirchhorst einen Dorfentwicklungsplan auf und nahmen damit am Dorfentwicklungsprogramm des Landes Niedersachsen teil. Das ist auch dieses Mal das Ziel. Steht der Plan, kann das Dorf einen Antrag auf die Aufnahme in das Programm stellen.
Bestenfalls kommen dem Ort Fördermittel für beispielsweise die Dorfgestaltung oder den Aufbau von Gemeinschaftseinrichtungen zu.
„Seit dem letzten Dorfentwicklungsplan haben wir etwa 1000 neue Einwohner bekommen. Auch sie sollen nun gefragt werden, was sie sich in den nächsten Jahren für Kirchhorst wünschen“, sagt Löffler. In Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themenbereichen sollen die Bürger Ziele oder auch Projekte erarbeiten. „Wir wollen eine Orientierungsgrundlage nicht für das Kirchhorst von morgen, sondern von übermorgen.“ Die Fragen, mit denen sich die Kirchhorster beschäftigen werden, betreffen unter anderem das soziale und kulturelle Leben, Tourismus, erneuerbare Energien, den Umweltschutz wie auch die bauliche Gestaltung des Dorfes. Dem Großprojekt Dorfplatz kommt dabei als vorgezogenes Projekt im Rahmen des Entwicklungsplanes eine Sonderrolle zu: Der Kirchhorster Investor Daniel Berkemeier möchte an der Steller Straße neben dem Feuerwehrhaus und gegenüber des Supermarktes eine neue Dorfmitte entstehen lassen – was sich viele Kirchhorster schon lange wünschen. Angedacht hat er eine Gastronomie mit Saal, den Vereine und Institutionen kostenlos nutzen können, außerdem einen Laden. Finanzieren will Berkemeier das Vorhaben mit einem Wohngebiet unter anderem mit Mehrfamilienhäusern und barrierefreien Wohnungen. Zwischen dem Eigentümer des Grundstücks, der Kirche, und dem Investor besteht bereits ein Vertrag. Das Problem: Im Flächennutzungsplan ist das Areal als Freifläche eingetragen. Damit die Region sie bebaubar macht, muss ein Konzept für die neue Nutzung stehen. „Das Verfahren kann sich hinziehen“, meint Löffler. Er wartet nun auf eine Einladung für ein Treffen, bei dem sich Grundstückseigentümer, Investor und Gemeinde an einen Tisch setzen, um das Konzept zügig zu entwickeln.

VON ELENA EVERDING

„Ziel ist das Kirchhorst von übermorgen“ –  HAZ – Elena Everding – 12.09.2017

Ortsrat kämpft für seinen Dorfplatz

Presse: „Ortsrat kämpft für seinen Dorfplatz“ –  HAZ – Carina Bahl – 19.05.2017

Entwicklungsplan „Kirchhorst 2040“ beantragt / Ein Großprojekt bekommt schon jetzt grünes Licht

Kirchhorst. Es sind zwei Themen, die sich theoretisch im Weg stehen – in der Praxis aber Begeisterung in Kirchhorst auslösen sollen: der Dorfentwicklungsplan und das private Großprojekt Dorfplatz. Einstimmig schickte der Ortsrat am Mittwochabend den Wunsch in Richtung Rat, einen Dorfentwicklungsplan mit Bürgerbeteiligung und unter fachkundiger Begleitung eines externen Büros auf die Beine stellen zu dürfen. Wo soll Kirchhorst wachsen? Was wünschen sich die Bürger mit Blick auf ihre Landschaft, Wirtschaft, Kultur, Integration, soziale Infrastruktur und Bildung? Gemeinsam soll aus Kirchhorst heraus ein Leitbild für die nächsten 20 Jahren formuliert werden. „Jeder darf Wünsche äußern, aber hat keinen Anspruch auf Erfüllung“, machte Ortsbürgermeister Herbert Löffler (SPD) klar. „Es geht darum, eine Orientierungshilfe zu schaffen.“ Bereits 1983 hatte es einen Entwicklungsplan gegeben. „Nicht alles wurde umgesetzt, aber bei den Siedlungen ist es genauso gekommen“, sagte Löffler.

Grundsatzbeschluss gab es nie
Die weitaus strittigere Frage betraf das Großprojekt Dorfplatz, das ein Unternehmer an der Steller Straße neben dem Feuerwehrhaus plant: eine Gastronomie mit einem Saal, der kostenlos von Vereinen und Institutionen genutzt werden soll, eine kleine Ladenzeile und so eine neue Dorfmitte – Begehrlichkeiten, die es in Kirchhorst seit Jahren gibt. Der Knackpunkt: Um das Vorhaben zu finanzieren, möchte der Unternehmer auf der Fläche dahinter ein Wohngebiet – auch mit Mehrfamilienhäusern und barrierefreien Wohnungen – entwickeln. Er hat die Fläche bereits gekauft und würde den Bau der Gastronomie bei Bedarf vorziehen. Die Verwaltung hatte in ihrer Vorlage auf einen Grundsatzbeschluss des Rates verwiesen, auf der grünen Wiese nur kommunales Bauland zu entwickeln – um Preise, Vergabe und Auswirkungen steuern zu können. „Nein, wir haben den Beschluss nicht gefunden“, räumte Bauamtsleiterin Heike Uphoff auf Nachfrage ein. Es habe sich wohl eher um ein Prinzip gehandelt, das bei Baugebieten stets angewandt wurde. Immer? „Nein, es gab Ausnahmen“, musste Uphoff auch dies bestätigen. Sogar die Fläche direkt gegenüber des Dorfplatzes sei privat entwickelt worden und habe so den Supermarkt ermöglicht. Der Ortsrat zeigte sich verärgert über die Vorlage. „Da hat die Verwaltung sehr eigenständig interpretiert, was die Politik wollte“, hielt Ulrich von Rautenkranz (FDP) fest. „Um genau zu sein, sind die zwei wichtigen Punkte falsch“, kritisierte Christian Possienke (FDP). „Wir marschieren in die gleiche Richtung“, versuchte Uphoff zu beruhigen. „Auch die Verwaltung unterstützt das Projekt fürs Dorf.“

Als Ausnahme an den Start
Einstimmig sprach sich der Ortsrat dafür aus, das Grundstück an der Steller Straße als Freifläche bei der Region löschen zu lassen, um eine Bebauung dort zuzulassen. Zudem fordert der Ortsrat eine Ausnahme vom Grundsatz „kommunales Bauland“ für das Projekt, um es nicht zu gefährden. „Meiner Meinung nach greifen wir dem Dorfentwicklungsplan damit vor“, betonte Anne Kollenrott (Grüne) und enthielt sich. Die Bürger müssten erst bestimmen, ob sie das Projekt wollten – auch wenn eine Löschung, die Aufstellung eines Bebauungsplanes und der Bau sich so über Jahre hinstrecken würden. „Das muss man dann aushalten.“
Der Rest des Ortsrates sah das anders. „Wir haben mit vielen Bürgern und Vereinen gesprochen“, sagte Löffler (SPD). Der Wunsch sei groß, diesen neuen Treffpunkt zu realisieren – und das schnell. „Das ist für mich kein Vorgriff, weil es garantiert eh so kommen würde.“

VON CARINA BAHL

„Ortsrat kämpft für seinen Dorfplatz“ –  HAZ – Carina Bahl – 19.05.2017

Kirchhorst gestaltet seine Zukunft

Presse: „Kirchhorst gestaltet seine Zukunft“ – HAZ – Carina Bahl – 10.05.2017

Dorfentwicklungsplan soll konkret werden / Projekt „Dorfplatz“ darf kommen – aber ohne Bauland?

Kirchhorst. Wie soll sich Kirchhorst in den nächsten Jahrzehnten entwickeln? Dieser Frage will der Ortsrat gemeinsam mit den 3330 Bürgern nachgehen. Das Ziel: ein Dorfentwicklungsplan. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Ortsrat beantragt, für dieses Großprojekt Geld im Haushalt einzustellen – der Rat stimmte zu. Jetzt soll es in die Details gehen. In der Achtzigerjahren hatten die Kirchhorster schon einmal gemeinsam formuliert, welche Wünsche und Ziele sie für das eigene Dorf haben. Sollte die Politik zustimmen, könnte das jetzt erneut zum Tragen kommen. Ein Planungsbüro würde dann mögliche Leitbilder für Kirchhorst formulieren, Vorschläge zu den einzelnen Planungs- und Umsetzungsphasen unterbreiten und aufzeigen, an welchen Stellen Bürger beteiligt werden könnten und sollten. 45 000 Euro würde das kosten.

Bürger sollen mitreden

Der Dorfentwicklungsplan soll ein ganzheitliches Konzept werden, das Perspektiven zu mehreren Fragestellungen aufzeigt: Wo sollen neue Wohngebiete entstehen? Welche Ziele gibt es mit Blick auf Infrastruktur, soziales und kulturelles Leben, Umweltschutz und Landschaftsentwicklung? Bürger könnten in Workshops dazu ihre Ideen einbringen. Als einer von wenigen Ortsteilen in Isernhagen hatte Kirchhorst bei der Diskussion um die Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes signalisiert, weiter wachsen zu wollen. An welcher Stelle, dazu gibt es seit Herbst ein konkretes Vorhaben: Ein Unternehmer plant, unter dem Titel „Dorfplatz“ ein Wohngebiet samt Dorfgemeinschaftshaus, Gastronomie und kleiner Ladenzeile an der Steller Straße zu realisieren – direkt neben dem Feuerwehrhaus und gegenüber dem Supermarkt. Die Vorstellung des Konzeptes hatte in Kirchhorst für Begeisterung gesorgt – vermissen die Bürger doch schmerzlich eine Gastronomie im Dorf und auch einen Raum, in dem sich Vereine und Gruppen regelmäßig treffen können. Ein Problem wurde jedoch schnell offenkundig: Der neue „Dorfplatz“ würde mitten im vom Regionalen Raumordnungsprogramm (RROP) festgelegten „Vorranggebiet Freiraumsicherung“ liegen – und steht so nicht für Siedlungen zur Verfügungen. Die Verwaltung kann jetzt aber gute Nachrichten vermelden: Die Region sehe die Entwicklung an dieser Stelle positiv – zumal, wenn sie im Rahmen eines Dorfentwicklungskonzeptes ganzheitlich betrachtet werde. Ein Antrag auf Änderung des RROP könnte Erfolg haben.

Dorfgemeinschaftshaus extra

Kritisch sieht die Gemeinde hingegen, dass die Wohngrundstücke privat entwickelt werden sollen. Mit Blick auf die notwendige Infrastruktur, die Vermarktung und die Kontrolle über Grundstückspreise hatte sich der Rat einst darauf geeinigt, Wohngebiete nur noch als kommunales Bauland zu realisieren. Das wäre beim „Dorfplatz“ anders – will der Unternehmer doch mit den Wohngrundstücken das Dorfgemeinschaftshaus refinanzieren. Die Verwaltung schlägt daher nun vor, das Dorfgemeinschaftshaus als Einzelprojekt losgelöst vom Bauland zu entwickeln. In so einem Fall seien Förderungen bis zu 200 000 Euro möglich.

Info: Der Ortsrat wird darüber am
Mittwoch, 17. Mai, ab 18.30 Uhr öffentlich
in der Begegnungsstätte beraten.

VON CARINA BAHL

„Kirchhorst gestaltet seine Zukunft“ – HAZ – Carina Bahl – 10.05.201

 

Kirchhorst will sich weiter entwickeln

Presse: „Kirchhorst will sich weiter entwickeln“ – HAZ – Frank Walter – 15.09.2015

Der Ortsrat Kirchhorst hat am Mittwochabend in die Zukunft geblickt: Neues Bauland soll entwickelt, Geld für einen Bürger-Workshop bereitgestellt und eine neue Nutzung für den brachliegenden Freizeitpark gefunden werden.

VON FRANK WALTER

„Kirchhorst will sich weiter entwickeln“ – HAZ – Frank Walter – 15.09.2015
„Kirchhorst will sich weiter entwickeln“ – HAZ – Frank Walter – 15.09.2015